Friedhof Schwaz St.Martin
Bauherr
Fam. Pöll
Standort
Friedhof Schwaz St. Martin
Steinmetz HOLZER Schwaz
Fotografie David Schreyer
Projekt-
beschreibung
Familiengrabstätte Pöll , Friedhof Schwaz St. Martin
Die Familiengrabstätte , volkstümlich und oberflächlich als Gruft bezeichnete Grabstelle , besetzt einen vormals als Abstellfläche genutzten Platz für Gegenstände und Material des täglichen Gebrauchs am Friedhof , allerdings ist die Lage sehr zentral .
Diese Lage ist gut gewählt und impliziert die nunmehr gute Sicht und Sichtbarkeit der Neuanlage , der bestehende Weg auf die Grabstelle zu bekommt Bedeutung und Wichtigkeit .
Die dem Betrachter zugewandten Seiten der sehr massiven blassgrünen Wandquader aus Serpentin sind die Präsentationsfläche für eine Auferstehungsplastik des Bildhauers Hans Pontiller .
Diese vom Künstler formulierte Interpretation des Auferstandenen stand zum Beginn des Entwurfes für das Familiengrab .
Das Grabmal wird als raumbildende Steinsetzung versucht . Diese Raumbildung erfolgt durch den Steinmetz . Er stellt 9 Natursteinquader ( 30 cm dick , 1,10 m x 2,3 m groß ) zum Geviert aneinander . Nach oben und seitlich zur historischen Friedhofsmauer , bleibt alles offen .
Der kleine Grabraum hat einen bepflanzten Grund , eine Wiese , in ihr liegt die Grabplatte , diese ist die Abdeckung der eigentlichen Gruft die im Untergrund ja nicht sichtbar ist .
Die beiden ersten Steine der Quaderreihe sind kugelsegmentförmig ausgeschliffen , die so entstehende flache Mulde bildet den Hintergrund vor den die Plastik gesetzt ist .
Der Vorbereich des Grabes ist eine kleine Bepflanzungsfläche , im besten Fall eine Blumenwiese , mit grünem Serpentin eingefaßt und ergänzt mit funktionalen Elementen wie Weihwasserbecken und einer kleinen Sitzbank .




