Bauen in der roten Zone
Bauherr
Fam. Rothleitner
Standort
Saalbach , Vorderglemm
Bauen im Gefahrenzonenbereich
Projekt 2021 - 2025
Architekturbild
D I David Schreyer
Projekt-
beschreibung
architektonisches Konzept
Bauen in der roten Zone , Erweiterung Wohnhaus Langegger/Rothleitner , Saalbach
Ein in die Jahre gekommener Zubau des einfachen Siedlungshauses war zu ersetzen . Die Lage des Gebäudes im Gefahrenbereich des Hochwartbaches am Ortsrand der Gemeinde Saalbach , Ortsteil Vorderglemm , bedingt spezielle, restriktive Baumaßnahmen für den Zubau . Eine neue Bauführung die in Hinkunft auch den Baubestand des südlich verbleibenden Elternhauses der Familie schützen soll.
Die Baumaßnahme wird derart gestaltet dass ein einziger hangseitig vorgelagerter Raum , Gebäude wie Einwohner im Notfall gegen die Gewalt des Wilbaches abschirmt .
Die Überhöhung dieses Raumes ( bergseitig 5 m ) gewährleistet diese Schutzfunktion vor der Naturgefahr . Das Kreisrund des Grundrisses wiederum kommt der bestmöglichen Stützform gegen die angreifenden Elementarkräfte sehr nahe . Als wichtige Zweitfunktion kann die gekrümmte Wand auf der konkaven Seite sehr gut als Tageslicht- Reflektor Anwendung finden . Sie fängt die einfallende Sonne von ost bis west und zentriert diese im Raum .
Die Lichtreflexionen der indirekten Sonneneinstrahlung erzeugen ein lebendiges Licht- und Schattenspiel an der gekrümmten Wand .
Die große Wandhöhe und die ganz oben davor liegende Oberlichtverglasung ermöglichen auch gute natürliche Belüftung an heißen Sommertagen über eine Fensterbreite von 7 m .
Schlafzimmer und Sanitärbereiche sind zwischen alt und neu angelegt , sie sind bestehende Räume die bautechnisch und , wie der gesamte Bau , vor allem wärmetechnisch auf den Stand der Technik gehoben werden .
Der Freibereich in unmittelbarer Nachbarschaft des Wildbaches ist gegen die Straße mit demontierbaren Betonelementen , die aber eine gewisses Maß an Durchlässigkeit aufweisen , abgeschirmt . Im Krisenfall müßten diese Elemente schwerem Bergegerät Platz machen .
Photografie : D I David Schreyer





